TEILNAHMEBEDINGUNGEN

Teilnahmebedingungen


Wir sind mit GT - Gemeinschafts-Touren eine nicht kommerzielle und private Initiative bzw. ein Projekt. Wir sind kein Verein und es gibt keine Mitglieder.
Wir legen Wert auf einfach lesbare und damit auch barrierearme Sprache. Wir verwenden soweit möglich eine gebräuchliche neutrale Form und manchmal nur die männliche oder weibliche Form. Gemeint sind aber alle Formen, z.B. Leiter, Leiterin, Leitende, ....


  • Bei "GemeinschaftsTouren" handelt es sich um Gemeinschaftstouren und nicht um Führungstouren.
  • Siehe auch "Gemeinschaftstouren - Warum so kompliziert?" unten auf der Seite.
  • Bei den "Touren" handelt es sich um Wanderungen oder Fahrradtouren.
  • Der/die Tour-Organisator/in organisiert die Tour lediglich hinsichtlich des Streckenverlaufs. 
  • Die Tour-Gruppe inklusive dem Tour-Organisator/in wandert/fährt dann gemeinsam, gleichberechtigt und
    jede(r) "Tour-Teilnehmer(in)" (Wanderer(in)/Fahrradfahrer(in)) handelt eigenverantwortlich, rein privat und auf eigenes Risiko.
  • Während der Tour ist der Tour-Organisator/in nur ein Mit-Wanderer/in bzw. Mit-Fahrer/in ohne besondere Funktion.
  • Die Tour-Teilnehmer(innen) müssen sich über den vorgeschlagenen Tourenverlauf informieren, ihn akzeptieren und ggf. Tour-Anpassungen vorschlagen.
  • Dazu wird in der Regel eine Beschreibung des Streckenverlaufs auf Komoot mit Schwierigkeitsgrad, Anforderungsprofil, Länge, Steigung, Wegbeschaffenheit zu Verfügung gestellt.
  • Jeder Tour-Teilnehmer(in) muss seine/ihre Ausrüstung entsprechend anpassen und muss die Tour auch alleine wandern/fahren können.
  • Dazu ist Ortskenntnis oder ein Navigationssystem mit der Streckenbeschreibung notwendig (z.B. Smartphone mit Komoot-App, Routes-App oder Locus-Map-App).
  • Bei Fahrradtouren muss euer Fahrrad verkehrssicher und in gutem und der Tour angepassten Zustand sein. Bitte tragt zu eurer eigenen Sicherheit einen Helm.
  • Zu Fahrradtouren: siehe "Besonderheiten bei Fahrradtouren" unten
  • Es findet keine Vor-Tour durch den Tour-Organisator und damit Kontrolle der Tour-Wege statt. Jede(r) Tour-Teilnehmer(in) muss anhand der vorgefundenen Wegbeschaffenheit und aktuellen Wettersituation selber einschätzen, ob die Tour für ihn/sie beherrschbar ist.
  • Der Tour-Organisator ist nicht für die Durchführung der Tour und nicht für die Sicherheit der Tour-Teilnehmer(innen) auf der Tour verantwortlich.
  • Eine Haftung des Tour-Organisators sowohl für Personen- als auch für Sachschäden ist damit ausgeschlossen.
  • Tour-Teilnehmer(innen) mit einer Einschränkung, die diesen Teilnahmebedingungen entgegenstehen, benötigen eine feste Begleitperson, die für den eingeschränkten Tour-Teilnehmer(in) Verantwortung übernimmt.
  • Mit Teilnahme an der Gemeinschaftstour erkennt der Tour-Teilnehmer(in) diese Teilnahmebedingungen an und bestätigt, dass er die Anforderungen erfüllt und gesundheitlich in der Lage ist die Tour zu wandern/fahren.



 

Besonderheiten bei Fahrradtouren 


Voraussetzungen:

  • Ihr akzeptiert die Teilnahmebedingungen zu einer Gemeinschaftstour (siehe oben)
  • Ihr habt eine der Fahrradtour entsprechende Grundkondition
  • Ihr habt Erfahrung mit längeren Fahrradtouren und habt eine realistische Selbsteinschätzung der eigenen Fähigkeiten


Was muss ich mitbringen:

  • Ein geeignetes Fahrrad in einem zuverlässigen Zustand
  • Die notwendige Ausrüstung (Helm, Regenjacke, Sonnenschutz, usw.).
  • Grundlegendes Reparaturmaterial (Ersatzschlauch, …)
  • Ausreichende Verpflegung, vor allem Flüssigkeit.


Wind und Wetter:

  • Fahrradfahren bei strömendem Regen ist nicht schön. Kurze Schauer sind aber kein Problem. Dafür haben wir ja Regenkleidung dabei.
  • Bei Regenwetter entscheidet der Touren-Organisator kurzfristig, ob die Gemeinschaftsstour stattfindet.
    Informiert euch in der SIGNAL-Gruppe!
    Da es ja eine Gemeinschaftstour ist, könnt ihr die Tour aber auch alleine fahren.


Ablauf der Fahrradtouren

  • Wir fahren auf ruhigen Seitenstraße oder gut befestigten Wald/Feldwegen.
  • Zu jeder Tour gibt es in der SIGNAL-Gruppe Informationen zur Gemeinschaftstour mit Angabe der Streckenführung, der Streckenlänge und des Schwierigkeitsgrads. Diese Information hilf euch einzuschätzen, ob die Tour für euch geeignet ist.
  • Die Touren fahren wir als Gemeinschaftstour. Wir fahren als Gruppe gemeinsam, gleichberechtigt und möchten natürlich auch als Gruppe wieder ankommen.
  • Es ist also sehr wichtig, dass alle Tour-Teilnehmer(innen) sich auch ihrer Eigenverantwortung innerhalb der Gruppe bewusst sind. Die  Tour-Teilnehmer(innen) sollten einige Radtouren-typische Situation durchdacht haben, die Auswirkungen auf die Gruppe haben können, wie z.B. Pannen oder Unfälle.


Im Falle einer Fahrradpanne versucht die Gruppe natürlich zu helfen und einfache Reparaturen selber durchzuführen (Platten flicken). Größere Schäden können wir aber nicht beheben. Auch haben wir keine Spezial-Ersatzteile oder Spezialwerkzeuge dabei, z.B. Ersatzschläuche einer spezielle Größe.
Die Folgen einer kapitalen Fahrradpanne liegen in der Eigenverantwortung der Teilnehmenden.
Das verdeutlicht, dass es im Eigeninteresse aller Teilnehmenden liegt, dass das „Material“ zuverlässig ist.
Bitte habt auch Geld dabei, dass ihr eine Rückfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln bezahlen könnt.

Unfälle wollen wir vermeiden, indem wir uns an die StVO halten, in der Gruppe aufeinander Acht geben, ausreichend Abstand halten und uns auch vor Hindernissen warnen.
Je nach Tour planen wir eine Rast mit Selbstverpflegung oder eine längere Pause mit der Möglichkeit einer Einkehr. 

Gemeinschaftstouren - Was ist das?

Ihr seid es gewohnt, dass ein "Tourenleiter oder eine Tourenleiterin"  (*, siehe Bemerkung unten) für euch eine Wanderung organisiert für alles sorgt und die Tour anführt/leitet?
Das ist schön für euch aber schwierig für eine/n Tourenleiter/in !

Bei dieser Art von "geführter" Wanderung handelt es sich um eine "Führungstour" mit einem benannten Wanderführer / Tourenführer/ Tourenleiter.
In diesem Fall übernimmt der Tourenleiter oder die Tourenleiterin mit der Führung/Leitung auch eine Verantwortung, hat eine Sorgfaltspflicht und steht einem möglichen Haftungsrisiko gegenüber.

Es gibt jede Menge Haftungsfallen z.B. auch  bei „Unterlassung“ ,
z.B. muss/müsste der Tourenleiter zu Beginn der Tour auf nicht auf geeignete Ausrüstung (z.B. Turnschuhe) hinweisen oder nach dem Gesundheitszustand der Teilnehmer fragen.
Eine Tourenleiterin müsste auch eine Wanderin mit ungeeigneter Ausrüstung von der Tour ausschließen.
Eine Bergung im Wald bei gebrochenem Knöchel ist teuer und es ist nicht ausgeschlossen, dass dann eine Versicherung nach einem Verantwortlichen sucht und das ist dann ggf. der Tourenleiter.
Ein Ausschluss einer möglichen Haftung des Tourenleiters für Personenschäden ist nicht möglich  (BGB §309). Klauseln wie "Teilnahme auf eigene Gefahr" sind daher unwirksam!
Da wir kein Verein sind mit Vereinsversicherung, haftet der Tourenleiter selber.
Das ist für einen "ehrenamtlichen Tourenleiter", der ja die Tour "für euch" kostenlos und in seiner Freizeit organisiert und leitet nicht in Ordnung!

Und wie geht es besser?

Ein gutes Konzept bietet der Deutsche Alpenverein (DAV):

Der DAV unterscheidet zwischen "Führungstouren und "Gemeinschaftstouren". (https://ausbildung.alpenverein.de/page.aspx?name=Rechtliches).
Bei den Gemeinschaftstouren wird gemeinschaftlich gewandert und es gibt während der Tour keine/n Tourenleiter/in und damit auch kein Haftungsrisiko.
Führungstouren werden beim DAV nur durch ausgebildete Wanderführer geleitet. Dazu bietet der DAV Ausbildungen zum Wanderführer an. Bei allen Wandervereinen (DAV, PWV, ...) besitzen Tourenleiter eine entsprechende Ausbildung und bieten Wanderungen innerhalb eines Vereins mit Vereinshaftpflicht an.

Um für QGT-Touren Haftungsrisiken auszuschließen, werden QGT-Gemeinschafts-Touren daher als Gemeinschaftstouren ausgeschrieben.
Damit gibt es nur einen Touren-Organisator, der eine Tour  aussucht, vorschlägt und z.B. in Komoot aufbereitet.
Es gibt in der Regel keine Vorwanderung.
Die Mitwanderer/innen informieren sich selber (z.B. mit dem Komoot-Link) über die vorgeschlagene Tour und die Beschreibung und akzeptieren die Tour.
Während der Tour ist der Tour-Organisator nur ein Mit-Wanderer ohne besondere Funktion.
Wir wandern alle gemeinsam und gleichberechtigt. Es gibt keine/n "Tourenleiter/in"!

Das bedeutet aber auch, dass jeder Teilnehmer in der Lage sein muss, die Tour auch selbstständig und eigenverantwortlich durchzuführen. Womit wir beim Thema Navigation sind. Durch euer Smartphone seid ihr für eine Navigation gut gerüstet: siehe Kapitel Navigation.

Wichtig dabei ist:

"Es reicht nicht aus, eine Gemeinschaftstour als solche auszuschreiben. Entscheidend ist, was auf der Tour selbst „gelebt“ wird." (https://ausbildung.alpenverein.de/page.aspx?name=Rechtliches).
Achtung: Es gibt auch einen "faktischen Tourenleiter", der faktisch „führt“, ohne dass dies ausdrücklich vereinbart/ausgeschrieben worden ist.
In dem Moment, in dem sich eine Person als "Leiter" herausstellt/positioniert, übernimmt er/sie diese Funktion und damit Verantwortung.
Es ist also wichtig, dass der Touren-Organisator wirklich nur Mit-Wanderer ist.


Ihr seht also, die Situation ist durch das nicht auszuschließende Haftungsrisiko eines Tourenleiters etwas "kompliziert".
 

Aber glücklicherweise gibt es eine einfache Lösung:

Das Konzept der Gemeinschaftstour.
Das Konzept muss aber auch "gelebt werden".




(*)
Wir sind mit GT - Gemeinschafts-Touren eine nicht kommerzielle und private Initiative bzw. ein Projekt. Wir sind kein Verein und es gibt keine Mitglieder.
Wir legen Wert auf einfach lesbare und damit auch barrierearme Sprache. Wir verwenden soweit möglich eine gebräuchliche neutrale Form und manchmal nur die männliche oder weibliche Form. Gemeint sind aber alle Formen, z.B. Leiter, Leiterin, Leitende, ....